Was macht ein Full Stack Developer? Martin Brandstetter von Meierhofer

Was macht ein Full Stack Developer? Martin Brandstetter von Meierhofer

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Background

Also ich habe das Glück, dass ich einen älteren Bruder habe, der dieselbe Ausbildung gemacht hat wie ich – nur ich ein paar Jahre später – nämlich die HTL St. Pölten, Abteilung Informatik. Ich war da immer schon neugierig und hab geschaut was er gerade so macht und lernt und hab dann schon meine ersten Inhalte aufschnappen können in der Softwareentwicklung. Das war im Alter von ca. 13-14 Jahren, als ich dann selber begonnen habe mich zu informieren und zu googlen und auch die ersten kleinen “Hello World!” Programme selber ausprobiert hab. Genau, und dann ist es auch schon losgegangen mit der HTL, da war die erste Sprache die man gelernt hat C, die vermittelt ein gutes Grundwissen und gute Basiskenntnisse von der Programmierung. Meine bevorzugte Sprache war es zwar nicht, aber es war auf jeden Fall eine gute Grundlage für den Einstieg. Später ist dann auch Java dazu gekommen, dafür hab ich mich schon eher begeistern können. Speziell weil es auch schon graphischer ist und man Ergebnisse sieht, von der Entwicklung. Und da kann ich mich auch an eine Aufgabe erinnern, wo es darum ging, ein Ampelsystem zu programmieren. Das ist natürlich recht spannend, wenn man neu in die Entwicklung hineinkommt und schon einmal etwas sehen kann. Später ging es dann noch weiter mit .NET. Das ist glaube ich generell eine von den bevorzugtesten Sprachen bei den Kollegen, wenn man sich so umhört, dafür kann ich mich natürlich heute noch begeistern.

Full Stack Development

Ich bin bei der Firma Meierhofer als Full Stack Entwickler angestellt, unsere Hauptprodukte sind das Krankenhaus-Informationssystem, kurz KIS, aber auch das Patienten-Datenmanagementsystem und auch OP und Notaufnahme. Ich als Full Stack Entwickler bin jetzt im Team Medikation, also wir arbeiten fachlich nach SCRUM, und im Medikationsteam ist es meine Aufgabe, den AnwenderInnen in den Kliniken den Alltag zu erleichtern. Alles rund um Medikamentensuche, Medikamentenverwaltung, davon abgeleitet dann auch die Medikamentengabe für die Patienten, aber auch das Erstellen und Drucken von Rezepten. Dabei spielen dann natürlich auch Schnittstellen wie eCard oder elektronische Gesundheitsakte eine Rolle. In meinem fachlichen SCRUM-Team sind wir relativ gut aufgestellt. Wir haben nämlich Standort und länderübergreifende Zusammenarbeit. Aktuell sind wir 9 Entwicklerinnen und Entwickler. Davon sind zwei auch noch Teilzeit-Entwickler. Wir haben auch noch eine Testerin, eine SCRUM-Masterin und eine Produktmanagerin im Team. Und diese Kollegen sind dann aufgeteilt auf die Standorte München und Berlin, aber auch mobil im Office von zuhause in Deutschland. In Österreich hat die Firma zwei Standorte, in Graz und in St. Valentin. In Graz haben wir seit neuestem einen Entwickler-Kollegen, was mich sehr freut, und in St. Valentin sind wird aktuell zu dritt mit mir. Da habe ich einen Datenbank-Spezialisten als Kollegen, der gleichzeitig auch Architekt ist, und einen Frontent-Spezialisten haben wir auch noch, für Webapplikations-Entwicklung. Was ich besonders schätze an dem Full Stack Developer Job ist die Flexibilität und dass es nie fad wird. Man kann sich vorstellen, im Krankenhaus sind viele Abläufe, die sich auch laufend immer wieder ändern können. Außerdem ist es mir persönlich möglich zwei bis drei Tage die Woche mobil von zuhause aus zu arbeiten, sowie auch den anderen Kollegen in Deutschland und Österreich. Das ist auch reibungslos möglich, weil wir super Arbeitsgeräte haben und die Kommunikation funktioniert Länderübergreifend super. Stichwort flexibel: Wir haben auch in St. Valentin das Flexi-Desk-System, das heißt, am Morgen und am Abend kann jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz auf-/abräumen. Somit kann man dann jeden Tag an einem neuen Arbeitsplatz arbeiten. Das wirkt der Eintönigkeit des Alltags ein wenig entgegen.

Tipps für Beginner

Wie man in das ganze Thema Programmieren und Softwareentwicklung einsteigt ist glaube ich eine schwierige Frage. Meine persönliche Einstellung dazu ist, dass man es probieren muss, dass man es lernt. Also Learning by Doing. Ich glaube es gibt selten etwas, das man so schnell lernen kann, wenn man es einfach ausprobiert. Mein Tipp für Einsteiger ist auch, dass man sich nicht im Vorhinein schon beeinflussen lässt. Beispielsweise durch Googlen: Was sind die Top 3 Programmiersprachen? Das kann nämlich im Vorhinein schon Programmiersprachen ausschließen, die für eine vielleicht in Frage kommen. Auch so typische “Hello World!” Programme muss man einfach einmal selber auf dem Laptop kompilieren und ausführen, damit man ein Gespür dafür bekommt, was für Probleme auch da schon auftreten können. Stichwort: lokale Abhängigkeiten oder fehlende Pakete. Ich persönlich bleibe auf dem neuesten Stand durch diverse YouTube-Kanäle von Full Stack Entwicklern oder Webentwicklern. Natürlich bin ich auch auf Seiten und Foren wie StackOverflow unterwegs, das kennt eh jeder der schon ein wenig im Programmierbereich tätig ist, aber es gibt natürlich auch nicht nur die visuellen Lerner, sondern auch die, die ein Buch in der Hand brauchen und was zum Lesen haben wollen. Aber wie gesagt, das Wichtigste ist einfach das Probieren und sich etwas zu trauen!

 

 

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Martin Brandstetter

Full Stack Developer

Interview im December 2022

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